Chemnitz bewirbt sich als Europäische Kulturhauptstadt 2025

Moin, moin, Karl-Marx-Stadt!

die Stadt Chemnitz bewirbt sich als Europäische Kulturhauptstadt 2025. Und wir wollen das gemeinsam mit euch unterstützen.

Denn die Bewerbung von Chemnitz als Europäische Kulturhauptstadt birgt ungeahnte Möglichkeiten! Für allgemeine Informationen bist du auf dieser Homepage genau richtig. Für ganz aktuelle Sachen ist unser Facebook-Seite die bessere Alternative.

Über den Slogan AUFbrüche und Bürberbeteiligung

„AUFbrüche ist das Motto für Chemnitz2025“ weiß die Homepage der Stadt zu berichten. Da kann man sich schon fragen: Wird das wirklich noch offen diskutiert?

Vor allen Dingen ist jetzt schon klar, dass dieser Beitrag kritisiert werden wird: Man könne doch nicht öffentlich Kritik äußern, die Mitbewerber würden sich ins Fäustchen lachen, die Jury verfolgt sowieso Alles und lasst uns das doch einfach intern klären. Wie gut das funktioniert, haben die letzten Monate gezeigt: Gar nicht. Dabei haben ich und viele andere es versucht. Es gab Vorschläge an das Kulturhauptstadtbüro. Aber geht halt alles nicht. Müssten wir verstehen. Ist nicht die richtige Zeit. Kostet zu viel. Fehlt das Personal. „Am Ende müssen wir eine Jury überzeugen.“

Gehen wir kurz zurück ins letzte Jahr: Bürgerbeteiligung wurde versprochen, man könne alle Ideen einreichen und auch immer ins Kulturhauptstadtbüro kommen. Alles richtig. Nur haben wir es mit einem riesigen, schwarzen Loch zu tun. Was einmal das Kulturhauptstadtbüro verschlungen hat, kommt nicht wieder hervor. Vielleicht noch in den Programmrat, aber auch da bin ich mir nicht mehr sicher.

Dabei tun mir die Mitarbeiter des Büros ja sogar Leid. Denn (nicht nur) die sind engagiert und wollen einiges reißen, allein, sie können nicht. Ob hier nun der Kulturhauptstadt-Berater, das Oberbürgermeisteramt oder sonst wer verantwortlich ist, ist mir eigentlich egal, ich seh nur das Ergebnis und die Kommunikation nach Außen und das ist nicht viel.

Man lasse sich das mal auf der Zunge zergehen. Da wurde vor einigen Wochen die großen Bürgerbeteiligungspläne im Komplex vorgestellt. Was erwartet uns? Werbung. Ab September.

Mein Vorschlag für das Bewerbungsmotto lautet daher: „Stadt der Enttäuschungen.“ Kein glossy, shiny, feeling-well bullshit, sondern ein ehrliches Motto. Darauf können wir wunderbar aufbauen. Auf all die Enttäuschten, die in der Nachwendezeit Chemnitz verlassen haben. Auf all die, die versucht haben, etwas aufzubauen und gescheitert sind. Auf die
die Ansätze zur Bürgerbeteiligung, die an fehlendem Know-How und genügend Personal scheitern. Auf die Angst, den Chemnitzer*innen einfach mal was zuzutrauen und Entscheidungen abzugeben, denn man könnte ja scheitern.
Damit kommen wir ja zur spannenden Frage: Wie gehen wir damit um? Welche Wege haben wir gefunden, um aus der Vergangenheit und den Entwicklungen unserer Stadt zu lernen? Und wie wollen wir Probleme überwinden, die wir aktuell haben? Das wäre ein wahrhaft europäisches Thema, denn diese Erfahrungen und Fragen haben Menschen und Städte in ganz Europa mit uns gemein.

Gerade in Chemnitz zu leben, ist super spannend. Ja, man könnte sogar von einer Zeit der AUFbrüche sprechen. Aber bitte, bitte, bitte…nehmt die Chemnitzer*innen dabei mit! Damit nicht nur alle gemeinsam hinter der Bewerbung als Europäische Kulturhauptstadt stehen, sondern damit wir bald aller Orten hören:

Chemnitz? Da geht’s grad richtig zur Sache.

Winter-Picnic

Natürlich haben alle gehofft, dass nicht die Organisatoren gemeinsam mit drei Unentwegten irgendwie verloren am Nischel kalte Füße bekommen. Hundert Füße waren die pessimistische Schätzung, bei zweihundert Füße hätten sich alle ehrlich gefreut und am Ende waren es tatsächlich runde vierhundert Füße, mit denen die zweihundert Picknick-Teilnehmer gutgelaunt ein eindeutiges Votum abgegeben haben: Chemnitz kann davon profitieren, 2025 die Kulturhauptstadt Europas zu werden.

Den ganzen Text gibt’s hier 🙂

Die Kulturbotschafter sind da

Die Kulturbotschafter sind: Der Schüler Samuel Harnisch, Chris Münster, der die freie Szene vertritt, Ute Lierath, die Sprecherin des CFC Nicole Oeser sowie Stefan Tschök, Sprecher der CVAG.

Mopo-Artikel